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Rudolf Bahro
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Rudolf Bahro (* 18. November 1935 in Bad Flinsberg, Landkreis Löwenberg in Schlesien; â 5. Dezember 1997 in Berlin) war ein deutscher Philosoph, Politiker und Sozialökologe. Er wurde durch sein Buch Die Alternative (1977) und seine Kritik des real existierenden Sozialismus zu einem der profiliertesten Dissidenten der DDR. Nach ĂŒber zweijĂ€hriger Haft in GefĂ€ngnissen des Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit (MfS) ging er 1979 in die Bundesrepublik Deutschland und war ab 1990 wieder in Berlin.
Contents
âą Werke
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Kindheit und Ausbildung
Rudolf Bahro war das Ă€lteste von drei Kindern des Viehwirtschaftsberaters Max Bahro und seiner Frau Irmgard, geb. Conrad. Die Familie lebte bis 1945 in Niederschlesien, zunĂ€chst in Bad Flinsberg, dann im Nachbarort Gerlachsheim (Landkreis Lauban), wo Rudolf die Dorfschule besuchte. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Vater zum Wehrdienst einberufen und geriet in polnische Gefangenschaft. Als die Ostfront herannahte, wurde die Familie evakuiert. Auf der Flucht wurde Rudolf von der Mutter und den Geschwistern getrennt, und diese starben bald darauf an Typhus. Rudolf verbrachte mit einer Tante je einige Monate in Ăsterreich und in Hessen und fand schlieĂlich seinen Vater wieder, der in RieĂen (Landkreis Guben) den Hof einer Witwe bewirtschaftete. 1951 heiratete Max Bahro die ebenfalls verwitwete Frieda Reiter in FĂŒrstenberg (Oder), die ihren Sohn Gerhard mit in die Ehe brachte, welcher sieben Jahre Ă€lter war als Rudolf.
Von 1950 bis 1954 besuchte Rudolf Bahro die Oberschule in FĂŒrstenberg. Da fĂŒr die Aufnahme in die Oberschule die Mitgliedschaft in der Freien Deutschen Jugend (FDJ) vorausgesetzt wurde, trat er dort 1950 widerstrebend ein. Dies war, wie er spĂ€ter kommentierte, das einzige Mal, dass er unter Druck etwas gegen seinen Willen tat. Im Jahr 1954 folgte seine Aufnahme in die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED), die er 1952 beantragt hatte. Bahro galt als auĂerordentlich intelligent und bestand das Abitur âmit Auszeichnungâ. An der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin studierte er von 1954 bis 1959 Philosophie. Zu seinen Lehrern gehörten Kurt Hager (der spĂ€tere Chefideologe der SED), Georg Klaus und Wolfgang Heise. Das Thema seiner Diplomarbeit lautete âJohannes R. Becher und das VerhĂ€ltnis der deutschen Arbeiterklasse und ihrer Partei zur nationalen Frage unseres Volkesâ.
Bis 1956 war Bahro ein glĂŒhender Verehrer Lenins und Stalins. Die EnthĂŒllungen Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar 1956, in denen erstmals einige Verbrechen des Stalinismus offen angesprochen wurden, erschĂŒtterten Bahros Weltbild zutiefst. Die bald darauf ausbrechenden Unruhen in Polen und den ungarischen Volksaufstand verfolgte er mit groĂem Interesse, und er erstellte eine ProtesterklĂ€rung fĂŒr eine Wandzeitung, in der er seine SolidaritĂ€t mit den AufstĂ€ndischen bekundete und die restriktive Informationspolitik der DDR-StaatsfĂŒhrung offen kritisierte.cite-ref-1[1] Das veranlasste das MfS, ihn in den nĂ€chsten zwei Jahren zu beobachten und zu bespitzeln.
Der Parteiarbeiter
Nach dem Staatsexamen ging Bahro im Auftrag der SED nach Sachsendorf (Kreis Seelow) im Oderbruch, wo er die Dorfzeitung Die Linie herausgab, die Bauern dazu bewegen sollte, der Genossenschaft (LPG) beizutreten. 1959 heiratete er die Russischlehrerin Gundula Lembke, die eine Tochter mit in die Ehe brachte und in den folgenden Jahren zwei weitere MĂ€dchen (von denen eines am Tag der Geburt starb) und einen Jungen gebar. 1960 wurde Bahro in die UniversitĂ€tsparteileitung in Greifswald berufen und grĂŒndete dort die Zeitung Unsere UniversitĂ€t, deren verantwortlicher Redakteur er wurde. In diesem Jahr erschien auch sein erstes Buch, ein Band mit Gedichten: In dieser Richtung. Ab 1962 arbeitete er als Referent fĂŒr den Zentralvorstand der Gewerkschaft Wissenschaft in Berlin, ab 1965 als stellvertretender Chefredakteur bei der von der FDJ herausgegebenen Jugend- und Studentenzeitschrift Forum. In dieser Position ergaben sich wiederholt Konflikte mit der zunehmend restriktiven Politik der SED, wodurch Bahro in die Kritik geriet. Wegen des nicht genehmigten Abdrucks von Volker Brauns StĂŒck Kipper Paul Bauch wurde er schlieĂlich 1967 dieses Postens enthoben.
Der Weg zur âAlternativeâ
Von 1967 bis 1977 war Bahro in diversen Betrieben der Gummi- und Kunststoff-Industrie im Bereich Arbeitsorganisation tĂ€tig. Diese Konfrontation mit den tatsĂ€chlichen VerhĂ€ltnissen in den Betrieben brachte ihn bald zu der Ăberzeugung, dass die DDR-Wirtschaft sich in einer ernsten Krise befinde und dass der Hauptgrund dafĂŒr darin liege, dass die Arbeiter in den Betrieben praktisch nichts zu sagen hĂ€tten. Diese Ansicht formulierte er im Dezember 1967 in einem Brief an den Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht, und er schlug vor, die Verantwortung in den Betrieben im Sinne einer Basisdemokratie den Arbeitern zu ĂŒbertragen. Wenige Wochen danach kam es zu VerĂ€nderungen in der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, welche den Prager FrĂŒhling einleiteten. Bahro nahm daran lebhaften Anteil und befĂŒrwortete die dortige Entwicklung. Im Mai 1968 wurde er zu einem GesprĂ€ch mit einem Mitarbeiter des Zentralkomitees zitiert, der ihm klarmachte, dass seine SolidaritĂ€t mit der âKonterrevolutionâ in der ÄSSR nicht mehr geduldet werde. Bahro zog daraus die Konsequenz, seine Gedanken systematisch auszubauen und zu publizieren. Dieser Entschluss wurde bestĂ€rkt und modifiziert, als am 21. August 1968 der Prager FrĂŒhling durch einmarschierende Truppen des Warschauer Paktes (vor allem der Sowjetunion) mit Waffengewalt beendet wurde. Das war, wie Bahro spĂ€ter einmal Ă€uĂerte, âder schwĂ€rzeste Tagâ seines Lebens und der Anlass fĂŒr den endgĂŒltigen Bruch mit der SED. Aus taktischen GrĂŒnden entschied er jedoch, diesen Bruch nicht öffentlich zu vollziehen, um sein Buchprojekt nicht zu gefĂ€hrden.
Nach einem vorbereitenden Literaturstudium begann Bahro 1972 mit der nebenberuflichen Arbeit an seiner Dissertation Ăber die Entfaltungsbedingungen der Hoch- und Fachschulkader in volkseigenen Betrieben der DDR, die einen Teil seines Vorhabens in den akademischen Diskurs einbringen sollte. Parallel dazu schrieb er heimlich an einem thematisch breiter angelegten Manuskript, aus dem spĂ€ter das Buch Die Alternative hervorging. 1973 reichte Gundula Bahro die Scheidung ein. Dies war, wie beide Eheleute spĂ€ter Ă€uĂerten, eine VorsichtsmaĂnahme, um insbesondere die Kinder vor zu erwartenden staatlichen Repressalien zu bewahren. Gundula Bahro ging jedoch noch weiter: Sie informierte 1974 das MfS ĂŒber das bis dahin von ihrem Ex-Ehemann geheimgehaltene Buchprojekt und verschaffte dem MfS schlieĂlich eine Kopie des Manuskripts. Ab dieser Zeit wurde Rudolf Bahro vom MfS intensiv ĂŒberwacht.
Im Jahr 1975 reichte er seine Dissertation an der TH Merseburg ein. Sie wurde zunĂ€chst von drei Gutachtern sehr positiv bewertet. Dann schritt jedoch das MfS ein, organisierte zwei Gegengutachten und vereitelte damit die Promotion. Die Arbeit an dem Alternative-Manuskript wurde hingegen nur weiter beobachtet und nicht behindert. Bahro kam jedoch zu der Ăberzeugung, dass seine ursprĂŒngliche Absicht, dieses eigentlich fĂŒr DDR-BĂŒrger geschriebene Buch in gröĂerer StĂŒckzahl in der DDR zu verbreiten, nicht zu verwirklichen sei. Im Dezember 1976 erfuhr er, dass eines der Exemplare, die er zur Begutachtung an Freunde und Bekannte verteilt hatte, auf Umwegen in die HĂ€nde des MfS geraten war. Dies veranlasste ihn, die Arbeit kurzfristig zum Abschluss zu bringen. Ăber MittelsmĂ€nner war inzwischen ein Vertrag mit der EuropĂ€ischen Verlagsanstalt (EVA) in Köln zustande gekommen. Im Musikwissenschaftler Harry Goldschmidt fand Bahro einen unverdĂ€chtigen Helfer, der das fertige Manuskript nach West-Berlin schmuggelte. AuĂerdem gelang es, etliche Kopien des Manuskripts per Post an ausgewĂ€hlte Personen in der DDR zu versenden.
Buch âDie Alternativeâ
Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Das PhĂ€nomen des nichtkapitalistischen Weges zur Industriegesellschaft; Die Anatomie des real existierenden Sozialismus; Zur Strategie einer kommunistischen Alternative. Die vorangestellte Einleitung beginnt mit dem Postulat, dass die kommunistische Bewegung nicht zu den theoretisch zu erwartenden VerhĂ€ltnissen gefĂŒhrt habe, sondern im Grunde den kapitalistischen Weg mit lediglich oberflĂ€chlichen VerĂ€nderungen fortfĂŒhre. âDie Entfremdung, die SubalternitĂ€t der arbeitenden Massen dauert auf neuer Stufe an.âcite-ref-2[2] Das Buch wolle die GrĂŒnde fĂŒr diese Entwicklung analysieren und Lösungen anbieten.
Der erste Hauptteil ist eine historische Analyse der Entwicklung des Sozialismus in der Sowjetunion. Bahro kommt zu dem Befund, dass dort und in der Folge auch in LĂ€ndern wie der DDR nicht der theoretisch erwartete Sozialismus entstanden sei, sondern eine Art Proto-Sozialismus. Den wesentlichen Grund dafĂŒr sieht er darin, dass die Sowjetunion zum Zeitpunkt der Oktoberrevolution noch weit von dem Entwicklungszustand entfernt war, den Marx in seiner Theorie vorausgesetzt hatte. Dennoch sei der von Lenin eingeschlagene Weg richtig gewesen. Die anschlieĂend von Stalin betriebene massive Industrialisierung bezeichnet Bahro als eine notwendige Weiterentwicklung, wobei er, wie sein Biograph Guntolf Herzberg hervorhebt, den stalinistischen Terror nicht verurteilt, sondern als unvermeidlich rechtfertigt.cite-ref-3[3]
Im zweiten Teil analysiert Bahro die real existierende Gesellschaftsform, die seiner Meinung nach fĂ€lschlich als Sozialismus bezeichnet wird und in Wirklichkeit noch immer eine Klassengesellschaft sei. Wie diese Gesellschaft funktioniert, stellt er detailliert dar, und er argumentiert, dass darin die Ursachen fĂŒr die zu beobachtende Stagnation der Wirtschaft lĂ€gen.
Im dritten Teil schlieĂlich entwickelt er LösungsvorschlĂ€ge, welche die Forderung nach einer erneuten Revolution, die nicht nur die gesellschaftlichen VerhĂ€ltnisse, sondern auch die Menschen verĂ€ndern mĂŒsse, beinhalten. Im Kern gehe es um die Ăberwindung der SubalternitĂ€t, der âDaseinsform und Denkweise âkleiner Leuteââ. Die vertikale Arbeitsteilung und damit die Entfremdung der Arbeit sei zu ĂŒberwinden, alle Menschen sollten an Wissenschaft und Kunst wie auch an âniederenâ Arbeiten teilhaben.
Reaktionen auf âDie Alternativeâ
Am 22. August 1977 veröffentlichte das westdeutsche Magazin Der Spiegel einen Auszugcite-ref-4[4] aus dem schon lĂ€nger angekĂŒndigten Buch und ein Interview mit Bahro, wodurch er erstmals öffentlich als Autor dieses Buchs bekannt wurde. Am Tag darauf wurde Bahro verhaftet und in das zentrale UntersuchungsgefĂ€ngnis Berlin-Hohenschönhausen gebracht.cite-ref-5[5] Am selben Abend strahlten die westdeutschen Fernsehanstalten ARD und ZDF Bahro-Interviews aus. Dies fand groĂe Aufmerksamkeit in den westlichen Medien.
Anfang September kam das Buch in den Handel. Die erste Auflage war schon vor der Auslieferung vergriffen, und bald erschienen auch Ăbersetzungen in andere Sprachen. Die Alternative löste eine intensive Diskussion in der westeuropĂ€ischen Linken ĂŒber den Realsozialismus und das VerhĂ€ltnis zu diesem aus. FĂŒr Herbert Marcuse war Bahros Buch âder wichtigste Beitrag zur marxistischen Theorie und Praxis, der in den letzten Jahrzehnten erschienen ist.âcite-ref-6[6] Ganz Ă€hnlich Ă€uĂerte sich der von Bahro hoch geschĂ€tzte Trotzkist Ernest Mandel. Lawrence Krader bezeichnete Bahro als âGewissen der Revolution, dessen StĂ€rke die Wahrheitâ sei. Eher kritisch Ă€uĂerte sich Rudi Dutschke, der Bahro ein Verhaftetsein im Leninismus und eine zu geringe Beachtung der Menschenrechte vorwarf und seine LösungsvorschlĂ€ge als âvöllig unrealistischâ einstufte.
Diese inhaltliche Auseinandersetzung wurde begleitet von einer breiten Welle öffentlich bekundeter SolidaritĂ€t mit Bahro. Deren vorlĂ€ufiger Höhepunkt war ein von Heinrich Böll und GĂŒnter Grass initiierter Aufruf in der Londoner Times vom 1. Februar 1978, den auch Arthur Miller, Graham Greene, Carola Stern, Mikis Theodorakis und viele weitere Prominente unterschrieben hatten. In der DDR dagegen wurde die ganze AffĂ€re totgeschwiegen, und auch der inhaftierte Bahro erfuhr nichts von den Reaktionen auf sein Buch und auf seine Festnahme. Selbst von den Kopien, die Bahro noch kurz vor seiner Verhaftung innerhalb der DDR verschickt hatte und die nicht bereits auf dem Postweg abgefangen worden waren, wurde etwa die HĂ€lfte den Behörden ĂŒbergeben.
Ein Buch wie Die Alternative zu schreiben und zu veröffentlichen, war an sich in der DDR nicht strafbar. Daher konstruierte die Staatsanwaltschaft den Tatbestand, Bahro habe aus âGeldgierâ Informationen (und frei erfundene Falschinformationen) fĂŒr den westdeutschen Verfassungsschutz zusammengetragen und diesem durch die Veröffentlichung des Buches âĂŒbermitteltâ. Der Generalstaatsanwalt der DDR hatte eine Reihe von SachverstĂ€ndigen bestellt, die fĂŒr ihr jeweiliges Fach stehend ein Gutachten zum Buch anfertigen sollten. So u. a. der Philosoph Wolfgang Eichhorn, der Politikökonom Dieter Klein, der Rechtsphilosoph Hermann Klenner, der Ăkonom Harry Maier sowie der Rechtswissenschaftler Karl-Heinz Röder. Die Betreffenden schickten ihre Gutachten tatsĂ€chlich an den Generalstaatsanwalt, wobei sich die Originale nicht zufĂ€llig in den MfS-Akten wiederfinden.cite-ref-7[7] Am 30. Juni 1978 wurde Bahro unter Ausschluss der Ăffentlichkeitcite-ref-8[8] wegen âlandesverrĂ€terischer Sammlung von Nachrichtenâ und âGeheimnisverratsâ zu acht Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Aus den Akten geht hervor, dass das StrafmaĂ bereits im Vorfeld der Verhandlung feststand, und auch die Bekanntgabe des Urteils fĂŒr die Presse war schon vorab fertig formuliert. Der Prozess, in dem Bahro von Gregor Gysi verteidigt wurde, war demnach nur noch eine FormalitĂ€t. Die daraufhin von Gysi vor dem Obersten Gericht der DDR eingereichte Berufung wurde umgehend als âoffensichtlich unbegrĂŒndetâ zurĂŒckgewiesen.
Nach seiner Verurteilung kam Bahro in die Sonderhaftanstalt des MfS Bautzen II. Nachdem es ihm gelungen war, heimlich Briefe aus dem GefĂ€ngnis in den Westen zu ĂŒbermitteln, wurde im MĂ€rz 1979 neben den bereits bestehenden Isolationsbereichen eigens fĂŒr ihn ein streng abgetrennter Flur eingerichtet. Das MfS erarbeitete ein Sicherheitskonzept, um jegliche Kontakte zur AuĂenwelt zu unterbinden. Es veranlasste den Einbau zusĂ€tzlicher TĂŒren sowie von Milchglasfensterscheiben und Ăberwachungskameras und legte Sonderregeln fĂŒr den Hofgang und den Arbeitseinsatz auf dem Flur fest. Nur ausgewĂ€hltes Personal erhielt Zutritt.cite-ref-9[9]
Die UrteilsverkĂŒndung hatte sofort heftige und anhaltende Proteste und SolidaritĂ€tsbekundungen im Westen ausgelöst. Den Höhepunkt bildete der vom Komitee fĂŒr die Freilassung Rudolf Bahros veranstaltete âInternationale Kongress fĂŒr und ĂŒber Rudolf Bahroâ, der vom 16. bis 19. November 1978 in West-Berlin stattfand und von ĂŒber 2000 Teilnehmern besucht wurde. Die Breite der SolidaritĂ€tsbewegung illustrierte ein Appell an den Staatsrat der DDR in der Frankfurter Rundschau vom 11. Mai 1979, der von Bahro-Komitees in 12 LĂ€ndern organisiert und von zahlreichen Prominenten unterzeichnet worden war. Hinzu kamen Auszeichnungen: Bahro wurde mit der âCarl-von-Ossietzky-Medailleâ der Internationalen Liga fĂŒr Menschenrechte ausgezeichnetcite-ref-10[10] und die P.E.N.-Zentren DĂ€nemarks und Schwedens ernannten ihn zum Mitglied.
Am 11. Oktober 1979 amnestierte die DDR Bahro und auch Nico HĂŒbner anlĂ€sslich ihres 30. Jahrestages. Am 17. Oktober reiste Bahro auf eigenen Wunsch zusammen mit seiner frĂŒheren Ehefrau, den beiden gemeinsamen Kindern und seiner LebensgefĂ€hrtin Ursula Beneke aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland aus. Er hatte bereits im Juli einen entsprechenden Ausreiseantrag gestellt, weil er in der DDR nach dem Ende seiner Haft keine sinnvollen BetĂ€tigungsmöglichkeiten mehr sah.
Wirken in der Bundesrepublik Deutschland
In der Bundesrepublik Deutschland schloss Bahro sich bald der in der Entstehung begriffenen Partei Die GrĂŒnen an. Er setzte sich dafĂŒr ein, sozialistische und wertkonservative Strömungen in der neuen Partei zu vereinigen. Angesichts der ökologischen Krise sei ein âhistorischer Kompromissâ zwischen diesen beiden politischen Richtungen erforderlich. Diesen formulierte er in dem Buch Elemente einer neuen Politik â Zum VerhĂ€ltnis von Ăkologie und Sozialismus (1980). Ein wesentlicher Unterschied zu der Position, die er in der Alternative vertreten hatte, lag darin, dass er nun den klassischen Marxismus ĂŒberwinden wollte, da dieser den grundlegend verĂ€nderten Rahmenbedingungen nicht mehr angemessen sei.
Ein weiteres neues Hauptmotiv in Bahros Denken war die Religion. WĂ€hrend der Haft hatte er sich intensiv mit der Bibel befasst, und bei der Konfrontation mit der LebensrealitĂ€t im Westen fiel ihm auf, dass die Menschen trotz des materiellen Wohlstands nicht glĂŒcklich waren. Er interpretierte das als einen Mangel an Innerlichkeit und Transzendenz und verwarf damit die traditionell materialistische Ausrichtung des Sozialismus. Entscheidend sei das Ziel der Emanzipation des Menschen, das in unterschiedlicher Weise von Karl Marx und von Jesus Christus vertreten worden sei. In diesem Zusammenhang bezog sich Bahro vor allem auf das Urchristentum und auf die Befreiungstheologie.
Anfang 1980 wurde Bahro bei Oskar Negt an der UniversitĂ€t Hannover mit seiner in Merseburg zurĂŒckgewiesenen Dissertation promoviert, die dann als Buch unter dem Titel PlĂ€doyer fĂŒr schöpferische Initiative erschien. 1983 konnte er sich dort auch in Sozialphilosophie habilitieren.
Bei den GrĂŒnen, wo Bahro 1982 als Beisitzer in den Bundesvorstand gewĂ€hlt wurde, vertrat er zunehmend radikale Positionen, mit denen er bald ins Abseits geriet. Angesichts der damaligen Wirtschaftskrise propagierte er einen grundlegenden Umbau der Gesellschaft in wirtschafts-, umwelt- und sozialpolitischer Hinsicht, womit unter anderem ein weitgehender RĂŒckzug aus dem Weltmarkt und eine Abkehr von der Fixierung auf das kapitalistische Industriesystem verbunden sein sollte. Daneben engagierte er sich in der Friedensbewegung, wo er fĂŒr eine Ăberwindung der Blockkonfrontation und fĂŒr ein atomwaffenfreies Europa eintrat.
Unter dem Stichwort âKommune wagenâ mischte sich Bahro in die Diskussion ĂŒber alternative Lebensgemeinschaften ein, die in der GrĂŒndungsphase der GrĂŒnen lebhaft gefĂŒhrt wurde. Damit griff er ein bereits in der Alternative angesprochenes Motiv auf. Die VerĂ€nderung der Gesellschaft mĂŒsse im Kleinen beginnen, und das erfordere eine VerĂ€nderung der Menschen selbst, zu der auch eine Wiederentdeckung der SpiritualitĂ€t gehöre. Dabei bezog er sich insbesondere auf die Ordensgemeinschaft der Benediktiner und auf die mystische Gotteserfahrung.
Im Jahr 1981 bereiste er mit Luise Rinser Nordkorea. Diese Reise sah er selbst als seine wichtigste Reise seit seiner Ausreise aus der DDR an: Nordkorea habe nach dem Korea-Krieg eine âbewundernswerte Aufbauleistung vollbrachtâ. In Bezug auf kostenfreie Bildung und ein kostenfreies Gesundheitssystem bestehe dort ein System, in dem âsĂ€mtliche GrundbedĂŒrfnisse mit Sicherheit befriedigt werdenâ.cite-ref-spiegel-45-1981-11-0[11] Gleichzeitig warnte er Nordkorea jedoch vor einer Entwicklung, wie er sie mit seiner Kritik in Die Alternative bereits als systemimmanentes Problem dargestellt hatte: Auch in Nordkorea, so Bahro, âreifen objektiv einige Ă€hnliche WidersprĂŒche und Probleme heran, wie sie in anderen LĂ€ndern des real existierenden Sozialismus schon voll entfaltet sind.âcite-ref-spiegel-45-1981-11-1[11] 1995 sagte er in einem Interview: âKim Il Sung, der war, soweit ich das wahrnehmen konnte, echt, ganz im Gegensatz zu diesem Sohn [gemeint war Kim Jong-il], der jetzt regiert.â Gleichzeitig bekannte er aber: âIch habe das System ja von innen gekannt und dort dem Moment asiatische Produktionsweise, das in meiner âAlternativeâ eine groĂe Rolle spielt, sozusagen in fĂŒnf Minuten auf den Grund geguckt.âcite-ref-12[12]
Im Sommer 1983 verbrachte Bahro im Rahmen einer Vortragsreise durch die USA einige Wochen in der Kommune von Bhagwan Shree Rajneesh (Osho) in Rajneeshpuram (Oregon). Ăber dieses Experiment Ă€uĂerte er sich sehr positiv. Noch wĂ€hrend dieser Vortragsreise und dann auch im grĂŒnen Milieu in Deutschland sah er sich deshalb erheblichen Anfeindungen ausgesetzt. Nachdem Rajneeshpuram bald darauf aufgelöst worden war und Bhagwan die USA verlassen musste, nannte Bahro als Hauptgrund fĂŒr das Scheitern dieses Projekts die unreflektierten Machtstrukturen.
Nachdem die GrĂŒnen im MĂ€rz 1983 erstmals in den Bundestag gelangt waren, stellte sich die Frage, ob man mittelfristig eine Regierungsbeteiligung (mit der SPD) anstreben oder in der Opposition bleiben wolle. Bahro setzte sich entschieden fĂŒr die letztere Option ein und geriet dadurch vor allem mit Joschka Fischer in Konflikt. Es gebe, so Bahro, keinen Bedarf fĂŒr grĂŒne Reformen, sondern fĂŒr eine grundlegend neue Politik. In diesem Zusammenhang gebrauchte er in seiner aufsehenerregenden âHamburger Redeâcite-ref-13[13] im Dezember 1984 einen Vergleich mit der politisch-gesellschaftlichen Situation in der Weimarer Republik: Damals habe es ebenfalls eine breite Bewegung in der Gesellschaft gegeben, die mit den herrschenden VerhĂ€ltnissen unzufrieden war und diese verĂ€ndern wollte. Es komme jetzt angesichts der zu erwartenden Zuspitzung der Krise darauf an, die damaligen Fehler und damit eine neuerliche politische Katastrophe zu verhindern. In der Weimarer Republik habe der âbrauneâ Pol des politischen Spektrums (die Nationalsozialisten) die systemkritische Bewegung aufnehmen können, weil die Linke mit dem âim Gewand völkischer Mythologie daherkommenden Widerstand gegen die entfremdende kapitalistische Entwicklungâ nichts anfangen konnte. Damit die von Bahro erwartete âVolkserhebungâ diesmal gewaltfrei verlaufen könne, sei es wichtig, dass die GrĂŒnen ânicht verlorengehenâ, indem sie Teil des Systems werden. AuĂerdem plĂ€dierte Bahro fĂŒr die Ăberwindung des Rechts-links-Schemas: Um aus der Minderheitenposition herauszukommen, mĂŒssten die GrĂŒnen auch âins Revier der bayrischen CSU eindringenâ.cite-ref-14[14] Bahros Hamburger Rede gipfelte in dem Vorwurf, die âRealosâ um Joschka Fischer wĂŒrden aus Machtgier eine Situation anstreben, die zu einem BĂŒrgerkrieg und einer anschlieĂenden Diktatur fĂŒhren könne, was heftige Proteste seitens der Angesprochenen auslöste. Aber auch die konkurrierenden âFundisâ oder Ăkosozialisten um Jutta Ditfurth, die Bahro bislang als einen VerbĂŒndeten ansahen, waren befremdet.
Im Sommer 1985 trat Bahro aus der Partei aus und konzentrierte sich auf die Arbeit an einem neuen Buch, das 1987 unter dem Titel Logik der Rettung erschien. Darin beschrieb er eine âLogik der Selbstausrottungâ, der die Menschheit gegenwĂ€rtig folge, und stellte dem eine âLogik der Rettungâ entgegen, die im Wesentlichen in einem âBewusstseinssprungâ bestehen mĂŒsse, wenn der Untergang der Menschheit abgewendet werden solle.cite-ref-15[15] Notwendig sei eine radikale Umkehr und ein weitgehender RĂŒckzug aus der industriellen âMegamaschineâ. Es komme darauf an, eine entsprechende âRettungspolitikâ in die Wege zu leiten, bevor die sich zuspitzende ökologische Krise zu einem Notstand und damit zwangslĂ€ufig zu einer Notstandsregierung fĂŒhre. Als Kennzeichen dieser Rettungspolitik nannte Bahro u. a. die Orientierung an langfristigen Zielen, den Verzicht auf kurzfristiges Taktieren und die Dezentralisierung der SouverĂ€nitĂ€t.cite-ref-16[16] DafĂŒr mĂŒsse eine Mehrheit in der Bevölkerung gefunden werden, und diese Politik mĂŒsse von einer Bewegung getragen sein, die Bahro auch als âUnsichtbare Kircheâ bezeichnete, womit er die seiner Ansicht nach notwendige spirituelle Dimension betonte. Brauchbare AnsĂ€tze zu einer solchen Politik erwartete er eher aus konservativen als aus linken Kreisen, wobei er insbesondere auf den CDU-Politiker und Wachstumskritiker Kurt Biedenkopf Bezug nahm. Angeregt durch die Perestroika Michail Gorbatschows hoffte Bahro auf einen âFĂŒrsten der ökologischen Wendeâ, und er schlug die Einrichtung eines konsensorientierten, ĂŒber den Einzelinteressen stehenden Oberhauses Ă€hnlich dem britischen House of Lords vor. Das Buch stieĂ zunĂ€chst auf nur geringe und ĂŒberwiegend negative Resonanz. Kritisiert wurde vor allem Bahros Rede von einem âFĂŒrsten der Wendeâ und einer âUnsichtbaren Kircheâ.
1986 veranstaltete Bahro in seinem Haus in Worms sogenannte LernwerkstĂ€tten, in denen ĂŒber seine Ideen diskutiert und meditiert wurde. Dann lernte er Beatrice Ingermann kennen, die in Niederstadtfeld schon seit 1983 ein Ă€hnliches Projekt betrieb, das zugleich eine Lebensgemeinschaft war. Bahro schloss sich diesem Projekt an. 1988 heiratete er Beatrice Ingermann, mit der er bald eine Tochter hatte.
ZurĂŒck in Berlin und das Institut fĂŒr Sozialökologie
WĂ€hrend einer Meditation in der Lernwerkstatt in der Eifel spĂŒrte Bahro im November 1989 den Impuls, zurĂŒck nach Berlin zu ziehen. Zum einen wollte er angesichts des rapiden Zerfalls der DDR dem befĂŒrchteten âAufgesogenâ-Werden der DDR durch die Bundesrepublik entgegentreten und sich dafĂŒr einsetzen, dass die DDR ihre Autonomie behalten und die seiner Meinung nach wichtigste politische Errungenschaft, den Primat der Politik ĂŒber die Wirtschaft, bewahren könne. Zum anderen motivierten ihn die Einsichten seines 1987 erschienenen Buchs âLogik der Rettungâ dazu, an der Humboldt-UniversitĂ€t Berlin eine neue, interdisziplinĂ€re ökologische Forschung und Bildung aufzubauen.
Am 16. Dezember 1989 erhielt Bahro Gelegenheit, vor den Delegierten des auĂerordentlichen Parteitages der SED zu sprechen, deren Vorsitzender eine Woche zuvor sein frĂŒherer Rechtsbeistand Gysi geworden war. Das Hauptthema des Parteitags war die Frage, ob die Partei sich auflösen oder fortbestehen wolle; man entschied sich schlieĂlich fĂŒr den Fortbestand unter dem neuen Namen âSED-PDSâ. Der Antrag Bahros, als Gastredner sprechen zu dĂŒrfen, fand nur eine knappe Mehrheit (54 %), und ihm wurden nur 30 anstelle der beantragten 45 Minuten gewĂ€hrt. Bahro war darĂŒber verĂ€rgert und musste improvisieren. Nach einer Verlesung der Namen aller Personen, die ihm bei der Alternative geholfen hatten, ĂŒbte er Kritik an seinem Vorredner, dem MinisterprĂ€sidenten und stellvertretenden Parteivorsitzenden Hans Modrow, des Weiteren an Karl Marx, Gorbatschow und Boris Jelzin. Im Anschluss daran prĂ€sentierte er kurz seine Vision eines âsozialökologischenâ Umbaus der DDR. Seine radikal-ökologischen Ideen, die zu diesem Zeitpunkt in der DDR noch kaum bekannt waren, lagen weitab von den Fragen, welche die Delegierten bewegten, und die polemische Einleitung erregte heftigen Unmut. Bahro kam zu dem Schluss, dass ihn mit dieser Partei nichts mehr verband.
Im FrĂŒhjahr 1990 begann er, gefördert durch den damaligen Rektor Heinrich Fink, mit dem Aufbau eines Instituts fĂŒr Sozialökologie an der Humboldt-UniversitĂ€t.cite-ref-0-17-0[17] Zum 15. September, kurz vor dem Ende der DDR, berief ihn der Minister fĂŒr Bildung und Wissenschaft zum auĂerordentlichen Professor fĂŒr Sozialökologie an die Humboldt-UniversitĂ€t. Ab dem Wintersemester 1990/1991 hielt Bahro regelmĂ€Ăig Vorlesungen zu Fragen der ökologischen Krise, in denen er seine in der Logik der Rettung aufgeworfenen Thesen weiterentwickelte.cite-ref-18[18] Das ursprĂŒnglich dem Fachbereich fĂŒr Sozialwissenschaften angegliederte, spĂ€ter jedoch innerhalb der HU unabhĂ€ngige Institut baute jedoch keine Strukturen wie Studien- oder PrĂŒfungsordnungen auf, blieb an der UniversitĂ€t isoliert und seine Existenz wurde bereits seit 1992 zunehmend in Frage gestellt.cite-ref-0-17-1[17] Das Institut fĂŒr Sozialökologie wurde im Zuge einer generellen Evaluation der Humboldt-UniversitĂ€t nach dem Mauerfall durch eine Kommission unter Leitung des Soziologen Friedhelm Neidhardt evaluiert, im Ergebnis wurde 1995 seine Abwicklung vollzogen. Bahros Professur wurde danach bis zu seinem Tod 1997 der Landwirtschaftlich-GĂ€rtnerischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t angegliedert.
1990 Ă€uĂerte sich Bahro in einem Interview mit der jungen Welt enttĂ€uscht darĂŒber, dass die GrĂŒnen das ânationaleâ und das âvölkische Momentâ negativ bewerteten:
âEigentlich ruft es in der Volkstiefe nach einem grĂŒnen Adolf. Und die Linke hat davor nur Angst, anstatt zu begreifen, daĂ ein grĂŒner Adolf ein völlig anderer Adolf wĂ€re als der bekannte. [âŠ] Die Linken, und die extrem âlinken Linkenâ, sind nie ĂŒber Abwehrmechanismen und Ressentiments gegen dieses Moment der Wirklichkeit hinausgekommen. Sie haben das nie akzeptiert.âcite-ref-19[19]
Daraufhin kam der Vorwurf auf, Bahro strebe eine âĂkodiktaturâ an.cite-ref-20[20] Besonders aggressiv vorgetragen wurde er durch den in ZĂŒrich gegrĂŒndeten Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis, der unter dem Titel Der Faschismus der Neuen Linken eine âökofaschistische Diktaturâ als Bahros eigentliches Ziel bezeichnete. Bahro widersprach dem empört, sah sich aber bald mit weiteren derartigen Anschuldigungen konfrontiert. Diese stĂŒtzten sich vor allem auf Zitate aus seinem Buch Logik der Rettung. 1992 schaltete sich auch seine frĂŒhere Parteifreundin Jutta Ditfurth in die Debatte ein, indem sie ihm in ihrer Streitschrift Feuer in die Herzen eine Hinwendung zu esoterischen, autoritĂ€ren und völkischen Ideen vorwarf.cite-ref-21[21]
Neben seinen AktivitÀten in Berlin war Bahro noch bis 1991 in der Lernwerkstatt in Niederstadtfeld aktiv, und er plante entsprechende Experimente mit neuen nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsformen in der ehemaligen DDR. Aus einem GesprÀch mit dem sÀchsischen MinisterprÀsidenten Kurt Biedenkopf im Sommer 1991 entstand das sozialökologische Zukunftsforschungsprojekt LebensGut in Pommritz bei Bautzen.cite-ref-22[22]
Im September 1993 nahm sich Bahros Frau Beatrice nach einem Ehestreit das Leben. Er war darĂŒber so erschĂŒttert, dass er sich fĂŒr ein Semester von den Vorlesungen befreien lassen musste. Im FrĂŒhjahr 1994 erkrankte er dann auch körperlich, und im Herbst desselben Jahres wurde eine seltene Form von Blutkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom) diagnostiziert. Bahro war davon ĂŒberzeugt, dass seine Erkrankung die Folge traumatischer Erlebnisse wie des Freitods seiner Ehefrau sei, und strĂ€ubte sich gegen eine konventionelle Therapie. Stattdessen nahm er diverse âalternativeâ Diagnoseverfahren und Therapien in Anspruch und zog sich vorĂŒbergehend in ein Kloster zurĂŒck. Erst als sich dort sein Zustand dramatisch verschlechtert hatte, lieĂ er sich wieder auf eine Chemotherapie ein. Im Mai 1995 heiratete er auf dem Krankenbett seine LebensgefĂ€hrtin Marina Lehnert, die sich schon lĂ€nger um seine Tochter gekĂŒmmert hatte. Durch diese dritte Heirat wurde Bahro Stiefvater von Erik Lehnert.
Nach einjĂ€hriger Unterbrechung wegen Krankheit konnte Bahro im Sommersemester 1996 seine LehrtĂ€tigkeit an der Humboldt-UniversitĂ€t wieder aufnehmen, allerdings nur noch in beschrĂ€nktem Umfang. Seine letzte Vorlesung hielt er im Juli 1997. Im Sommer 1997 zog er sich eine LungenentzĂŒndung zu, und auch der Krebs brach wieder aus.
Rudolf Bahro starb am 5. Dezember 1997 in Berlin. Er wurde auf dem dortigen DorotheenstÀdtischen Friedhof beigesetzt.
Einige Jahre nach Bahros Tod kam der Verdacht auf, dass seine Krebserkrankung und die zweier anderer ehemaliger politischer Gefangener (Gerulf Pannach, JĂŒrgen Fuchs) durch heimliche Röntgenbestrahlungen wĂ€hrend der Haft mit ausgelöst worden sein könnten.cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Im Jahr 2000 fand die Gauck-Behörde heraus, dass die im Sommer 1977 von Bahro verschickten Manuskripte vom MfS mit einer radioaktiven Substanz markiert worden waren, was zu einer erhöhten Strahlenbelastung gefĂŒhrt haben dĂŒrfte.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]
Im Rahmen einer Ausstellung zu seinem 65. Geburtstag, die im Jahr 2000 in der Humboldt-UniversitĂ€t entstand und gezeigt wurde, wĂŒrdigten renommierte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, so Allan Combs, Johan Galtung, Ernst Ulrich von WeizsĂ€cker, Reinhard Loske, Dieter Steiner u. a., Rudolf Bahro als einen mutigen und visionĂ€ren Vordenker eines ökologischen Zeitalters.cite-ref-27[27]
Werke
âą 1960: In dieser Richtung. Gedichte. Verlag Volk und Welt, Berlin (DDR) 1960.
⹠1977: Die Alternative. Zur Kritik des real existierenden Sozialismus. 542 Seiten. EVA, Hamburg 1977, ISBN 3-434-00353-3 (Habilitation UniversitÀt Hannover 1983, 542 Seiten, 22 cm).
âą Englisch: The Alternative in Eastern Europe. By Rudolf Bahro. Translated by David Fernbach. 468 S., Verlag NLB, London 1978.
âą Taschenbuch: rororo, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1980, ISBN 3-499-17331-X (als Taschenbuch, 374 Seiten, 19 cm).
âą Verlag TribĂŒne, Berlin (DDR) 1990, 559 S., mit einem aktuellen Nachwort des Autors, ISBN 3-7303-0577-8.cite-ref-28[28]
âą 1977: Rudolf Bahro. Eine Dokumentation. EVA, 1977, ISBN 3-434-00366-5.
⹠2. erweiterte Auflage: Ich werde meinen Weg fortsetzen. Eine Dokumentation. (128 Seiten) EVA, Köln 1979, ISBN 3-434-00399-1.
⹠1979: Die nicht mit den Wölfen heulen. Das Beispiel Beethoven und sieben Gedichte. EuropÀische Verlagsanstalt, Köln 1979, ISBN 3-434-00403-3.
âą 1980: mit Ernest Mandel und Peter von Oertzen: Was da alles auf uns zukommt. Perspektiven der 80er Jahre. Band 1: Entwicklungstendenzen in Ost und West. ISBN 3-88395-701-1. Band 2: Die politischen Perspektiven der 80er Jahre. Olle und Wolter, Berlin(W) 1980, ISBN 3-88395-702-X. Verlag
âą 1980: Elemente einer neuen Politik. Zum VerhĂ€ltnis von Ăkologie und Sozialismus. Olle und Wolter, Berlin(W) 1980, ISBN 3-88395-703-8.
âą Englisch: Socialism and Survival. Articles, Essays and Talks, 1979-1982. With an introduction by E.P. Thompson. Verlag: Heretic-Books, London 1982. (160 Seiten)
âą 1980: PlĂ€doyer fĂŒr schöpferische Initiative. Zur Kritik von Arbeitsbedingungen im real existierenden Sozialismus. Bund, Köln 1980, ISBN 3-7663-0760-6 (Dissertation UniversitĂ€t Hannover FakultĂ€t fĂŒr Geistes- und Sozialwissenschaften 1980, 232 Seiten, 21 cm: Voraussetzungen und MassstĂ€be der Arbeitsgestaltung fĂŒr wissenschaftlich ausgebildete Kader im industriellen Reproduktionsprozess der entwickelten sozialistischen Gesellschaft).
âą 1982: Wahnsinn mit Methode. Ăber die Logik der Blockkonfrontation, die Friedensbewegung, die Sowjetunion und die DKP. Olle&Wolter, Berlin(W) 1982, ISBN 3-88395-710-0.
âą 1984: From Red to Green. Interviews with New Left Review. Verso Editions, London 1984, ISBN 0-86091-760-6.
⹠1984: mit Jan Foudraine, Adolf Holl und Erich Fromm: RadikalitÀt im Heiligenschein. Zur Wiederentdeckung der SpiritualitÀt in der modernen Gesellschaft. Verlag Herzschlag, Berlin/W. 1984, ISBN 3-922389-14-7.
âą 1987: Logik der Rettung. Wer kann die Apokalypse aufhalten? Ein Versuch ĂŒber die Grundlagen ökologischer Politik. Weitbrecht, Stuttgart 1987. Union-Verlag, Berlin 1990.cite-ref-30[30]
âą Englisch: Avoiding Social and Ecological Disaster: The Politics of World Transformation. by Rudolph Bahro. 384 Seiten. Verlag Gateway, 1994.
âą 1988: mit Leonhard Neidhart, Norbert Leser und Michail Woslenski: Die Zukunft der Demokratie. Entwicklungsperspektiven in Ost und West. Orac, Wien 1988, ISBN 3-7015-0161-0.
âą 1989: Gastrede auf dem SED/PDS-Parteitag am 16. Dezember 1989. In: Lothar Hornbogen, u. a. (Hrsg.): AuĂerordentlicher Parteitag der SED/PDS. Protokoll der Beratungen am 8./9. und 16/.17. Dezember 1989 in Berlin. Dietz, Berlin 1999, ISBN 3-320-01972-4.
âą 1991: mit Reinhard Spittler (Hrsg.): RĂŒckkehr. Die In-Weltkrise als Ursprung der Weltzerstörung. Altis-Verlag und Horizonte-Verlag, 1991, ISBN 3-926116-40-4.
âą 1991: mit Heinrich Fink: Heinrich Fink und der Umgang mit unserer Vergangenheit âeine ordinĂ€re politische Massnahmeâ. Leipzig, Arbeitskreis Hochschulpolit. Ăffentlichkeit, 1991.
âą 1995: Bleib mir der Erde treu! Apokalypse oder Geist einer neuen Zeit. Edition Ost, Berlin 1995, ISBN 3-929161-53-2.
âą 2002: mit Franz Alt und Marko Ferst: Wege zur ökologischen Zeitenwende. Reformalternativen ⊠fĂŒr ein zukunftsfĂ€higes Kultursystem. Zeitsprung, 2002, ISBN 3-8311-3419-7.cite-ref-31[31]
âą 2005: mit Maik Hosang (Hrsg.): Rudolf Bahro: Apokalypse oder Geist einer neuen Zeit, edition ost, Berlin 1995, ISBN 3-929161-53-2.
⹠2007: Denker, Reformator, Homo politicus. Nachgel. Texte, Vorlesungen, AufsÀtze, Reden und Interviews. Hrsg. Guntolf Herzberg, Edition Ost, 2007, ISBN 3-89793-151-6.
âą 2023: Maik Hosang, JĂŒrgen G. H. Hoppmann (Hrsg.): Rudolf Bahro: Vorlesungen 1990â1993. Humboldt-UniversitĂ€t Berlin, ArsAstrologica, Görlitz 2023, ISBN 978-3-384-04899-8.
âą 2023: Maik Hosang, JĂŒrgen G. H. Hoppmann (Hrsg.): Rudolf Bahro: Vorlesungen 1994â1997. Humboldt-UniversitĂ€t Berlin, ArsAstrologica, Görlitz 2023, ISBN 978-3-384-04901-8.
Literatur
⹠1978: Hannes Schwenger (Hrsg.): SolidaritÀt mit Rudolf Bahro. Briefe in die DDR. Rowohlt, Reinbek 1978, ISBN 3-499-14348-8.
âą 1978: Ulf Wolter (Hrsg.): Antworten auf Bahros Herausforderung des ârealen Sozialismusâ. Olle und Wolter, Berlin 1978, ISBN 3-921241-51-0.cite-ref-32[32]
âą 1979: Bahro KongreĂ. Aufzeichnungen, Berichte und Referate. Verlag Olle & Wolter, Berlin 1979, ISBN 3-88395-406-3.
âą 2000: Rudolf Bahro. Ein Leben und eine Philosophie fĂŒr die Zukunft von Mensch und Erde. Texte von und zu ihm zur Ausstellung in der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin aus Anlass seines 65. Geburtstages. Humboldt-UniversitĂ€t, Berlin 2000.
âą 2002: Guntolf Herzberg, Kurt Seifert: Rudolf Bahro â Glaube an das VerĂ€nderbare. Eine Biographie. Linksverlag, Berlin 2002, ISBN 3-86153-270-0.
âą 2003: Heike Koall: Bahro, Rudolf. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 21, Bautz, Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3, Sp. 47â58.
âą 2005: Marko Ferst: Die Ideen fĂŒr einen âBerliner FrĂŒhlingâ in der DDR. Die sozialen und ökologischen Reformkonzeptionen von Robert Havemann und Rudolf Bahro. In: Hefte zur DDR-Geschichte. Nr. 91, 2005 (online).
âą 2005: Marko Ferst: Rudolf Bahro â vom DDR-Kritiker zum spirituellen Ăkologen. In: Jahrbuch Ăkologie 2005. Beck, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-406-51105-8.
âą 2005: Kurt Seifert: Wider die Logik der Selbstausrottung. Rudolf Bahros Suche nach einer gesellschaftlichen âAlternativeâ. In: Zeithistorische Forschungen / Studies in Contemporary History 2 (2005), S. 326â330.
âą 2006: Ilko-Sascha Kowalczuk, Tom Sello (Hrsg.): FĂŒr ein freies Land mit freien Menschen. Opposition und Widerstand in Biographien und Fotos. Robert-Havemann-Gesellschaft, Berlin 2006, S. 140; ISBN 3-938857-02-1.
âą 2006: Maik Hosang, Kurt Seifert (Hrsg.): Integration. Natur â Kultur â Mensch. Sozialökologische Innovationen fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Lebensweise. Tagungsband des Rudolf-Bahro-Symposiums an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin, 18./19. November 2005. Oekom-Verlag, MĂŒnchen 2006, ISBN 978-3-86581-051-9.
âą 2010: Hubert Laitko: Bahro, Rudolf. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
⹠2014: Alexander Amberger: Bahro, Harich, Havemann. Marxistische Systemkritik und politische Utopie in der DDR. Verlag F. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 3-506-77982-6.
âą 2015: Ines Weber: Sozialismus in der DDR. Alternative Gesellschaftskonzepte von Robert Havemann und Rudolf Bahro. Linksverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-86153-861-5.
âą 2024: Thomas Schubert: BĂŒrgerkrieg und Romantik im Realsozialismus. Zum FrĂŒhwerk Rudolf Bahros (1952-1970). Eine Weltanschauungsanalyse. Nomos, Baden-Baden 2024, ISBN 978-3-7560-1326-5.
Weblinks
Commons
: Rudolf Bahro
â Sammlung von Bildern
âą Literatur von und ĂŒber Rudolf Bahro im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Rudolf Bahro (1935â1997). BeitrĂ€ge und Informationen, Ăbersicht. Umweltdebatte.de
âą Jutta Ditfurth: Bahros Guru. Nachruf auf Rudolf Bahro. (Memento vom 7. Juni 2009 im Internet Archive) In: Jungle World, Nr. 52, 18. Dezember 1997 (Archiv).
⹠Rudolf-Bahro-Archiv der Humboldt-UniversitÀt zu Berlin
âą Immo Sennewald: Ist die Welt nicht mehr zu retten? Der Fall Rudolf Bahro. SWR2 Wissen, 11. MĂ€rz 2007.
âą Rudolf Bahro: Logik der Rettung und andere seiner BĂŒcher als PDF: https://detopia.de/B/Bahro-Rudolf/index.htm
âą Rudolf-Bahro-Archiv bei Integralis e. V. im LebensGut Pommritz Rittergut Pommritz
Einzelnachweise
cite-note-11. â Abgedruckt in Guntolf Herzberg, Kurt Seifert: Rudolf Bahro â Glaube an das VerĂ€nderbare, Taschenbuch-Ausgabe Berlin 2005, S. 38â39.
cite-note-22. â Rudolf Bahro: Die Alternative â Zur Kritik des real existierenden Sozialismus, Taschenbuch-Ausgabe 1980, S. 7.
cite-note-33. â Herzberg/Seifert 2005, S. 177â178.
cite-note-44. â Das trifft den Parteiapparat ins Herz. In: Der Spiegel. Nr. 35, 1977, S. 30 (online).
cite-note-55. â Vgl. Stiftung GedenkstĂ€tte Hohenschönhausen: Steckbrief Bahros (Memento vom 14. Januar 2012 im Internet Archive).
cite-note-66. â Herbert Marcuse: Ăber Bahro, Protosozialismus und SpĂ€tkapitalismus â Versuch einer revolutionstheoretischen Synthese von Bahros Ansatz. In: Kritik, 6. Jg. (1978) Nr. 19, S. 5â27.
cite-note-77. â Guntolf Herzberg, Kurt Seifert: Rudolf Bahro - Glaube an das VerĂ€nderbare. Ch. Links Verlag, Berlin 2002, S. 239â243.
cite-note-88. â Die fĂŒr die Eröffnung des Verfahrens und fĂŒr die UrteilsverkĂŒndung vorgeschriebene âĂffentlichkeitâ bestand aus 15 Mitarbeitern des MfS.
cite-note-99. â Vgl. GedenkstĂ€tte Bautzen: Biographie Bahros.
cite-note-1010. â Gruppenaufnahme mit PrĂ€sident der Liga fĂŒr Menschenrechte, Sektion Berlin Erwin Beck. Europeana, abgerufen am 5. September 2015.
cite-note-spiegel-45-1981-1111. â Alte Heimat. In: Der Spiegel. Nr. 45, 1981 (online).
cite-note-1212. â Die wollten nur Macht. In: Der Spiegel. Nr. 26, 1995 (online).
cite-note-1313. â Im Auszug abgedruckt in Logik der Rettung, Stuttgart/Wien 1987, S. 388ff.
cite-note-1414. â Rede auf der Bundesdelegiertenkonferenz im Juni 1983 in Hannover, abgedruckt in Pfeiler am anderen Ufer, Berlin 1984, hier zitiert nach Herzberg/Seifert, S. 398.
cite-note-1515. â Zusammenfassung bei Herzberg/Seifert, S. 411â435.
cite-note-1616. â Logik der Rettung, S. 314â321.
cite-note-0-1717. â Klaus Rost: Rudolf Bahro. In: Monika Zimmermann (Hrsg.): Was macht eigentlich--? 100 DDR-Prominente heute. 1. Auflage. Ch. Links, Berlin 1994, ISBN 978-3-86153-064-0, S. 17â19.
cite-note-1818. â Rudolf Bahro Vorlesungen, Sozialökologie als Studium Generale. Archiviert vom Original am 19. Januar 2012; abgerufen am 1. Januar 2026.
cite-note-1919. â Alexander Amberger: Bahro, Harich, Havemann. Marxistische Systemkritik und politische Utopie in der DDR. Verlag F. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 3-506-77982-6, S. 140.
cite-note-2020. â Siehe hierzu Herzberg & Seifert, S. 517â523, und Erik Lehnert: Der Ăkofaschist. Bahro als Reizfigur der Linken und seine Auseinandersetzung mit dem Problem von Staat und Gesellschaft in der ökologischen Krise. In Guntolf Herzberg (Hrsg.): Rudolf Bahro: Denker â Reformator â Homo politicus. NachlaĂwerk: Das Buch von der Befreiung, Vorlesungen AufsĂ€tze, Reden, Interviews. edition ost, Berlin 2007, S. 390â391.
cite-note-2121. â Jutta Ditfurth: Feuer in die Herzen. PlĂ€doyer fĂŒr eine ökologische linke Opposition, 1992, S. 206â211.
cite-note-2222. â Vgl. LebensGut.de.
cite-note-2323. â Sandra Pingel-Schliemann: Zersetzen: Strategie einer Diktatur, Robert-Havemann-Ges., Berlin 2003, S. 280â281.
cite-note-2424. â Peter Wensierski: Stasi: In Kopfhöhe ausgerichtet. In: Der Spiegel. Nr. 20, 1999 (online).
cite-note-2525. â Stefan Berg: STASI: Die Spur der Strahlen. In: Der Spiegel. Nr. 12, 2000 (online).
cite-note-2626. â Projektbericht âStrahlenâ
cite-note-2727. â Vgl. Bahro-Ausstellung 2000.
cite-note-2828. â Bahro 1977 (Alternative) â Die Ausgaben der Alternative in der DNB.
cite-note-2929. â Bahro 1984 (Pfeiler) â 240 Seiten.
cite-note-3030. â Bahro 1987 â Logik der Rettung, Redaktion: Jochen Uebel, 530 Seiten.
cite-note-3131. â Bahro 2002 â Zeitenwende. Mit Franz Alt und Marko Ferst (Hrsg.)
cite-note-3232. â Literatur 1978 â Antworten von: Lucio Lombardo Radice, Jakob Moneta, Pierre Frank, Helmut Fleischer, Hassan Givsan, Lawrence Krader, Jiri Pelikan, Hermann Weber, Heinz Brandt, Joachim Bischoff, Klaus-Dieter LĂŒhn, Rudi Dutschke. 232 Seiten.